ostümgeschichte des Mittelalters (ca. 1150-1420)

Allgemeines

Mittelalterliche Schneiderstube Der folgende Abriß über die Kostümgeschichte soll nur einen kleinen Einblick in die Entwicklung der Mode in der Zeit von ca. 1150 bis 1420 geben.

Eine ausführliche Behandlung würde Bücher füllen und deshalb beschränke ich mich auf kurze Beschreibungen, wesentliche 'Trends' und modische Dauerbrenner dieser Zeit. Diese 'Trends' betreffen natürlich nur den Adel und das reiche Bürgertum. Im Bauernstand wird im Spätmittelalter teilweise noch das getragen, was beim Adel im Frühmittelalter modern war.

Im Frühmittelalter unterschied sich die Kleidung von Männern und Frauen nur durch wenige Details, hauptsächlich in der Länge der Kleidungsstücke.

Wams und Gugel mit zaddeligem Saum
Bis Ende des 12. Jahrhunderts werden die Gewänder mit breiten Borten, Stickereien und Edelsteinen verziert. Dann werden die Borten schmäler und weniger üppig, ab 1300 nimmt man Knöpfe als Verzierung. Ungefähr zur gleichen Zeit werden Zaddeln (das ist eine burgzinnenartige ausgeschnittene Kante) als Abschlüsse von Kleidungsstücken zum schmückenden Element.

Scheinärmel Die Ärmel waren nicht nur funktionell, sondern wurden als Scheinärmel zu Stilelementen. Die Scheinärmel konnten überlang mit Ärmelschlitz sein, trichterförmig erweitert oder beispielsweise nur als Stoffstreifen bestehen.

Scheinärmel Trichterärmel